Bilder und Text zur Ausstellungseröffnung des Beruskollegs für Design, Schmuck und Gerät 2015

„Spiel-Raum"

Das diesjährige Abschlussthema für das Berufskolleg für Design, Schmuck und Gerät lautete „Spiel-Raum". Die Schüler hatten 88 Stunden Zeit, um zum Thema ein einzelnes Schmuckstück oder eine Schmuckgruppe zu entwerfen und anzufertigen.

„Spiel-Raum", ein Begriff, der heute ein wichtiger Bestandteil des Lebens und Zusammenlebens ist und ganz unterschiedliche Assoziationen zulässt, wurde von den Schülerinnen auf unterschiedlichste Art interpretiert.

Vom „ Negativen Raum" in der Gefangenschaft, Spiegelnde Räume, das Theater als Spielraum, die virtuellen Realität, Wolkenbilder und deren Fantasien, das Spiel mit der Dehnbarkeit des Materials, der Freiheitsgrad der Bewegung, wie Kinderspiele entstehen und wie die Farbigkeit einen Einfluss ausübt, das Leben als Spiel der Möglichkeiten und Begrenzungen, alles waren Themen, die im Schmuck interpretiert wurden. 

Zur Ausstellung wurde von den Schülerinnen diesmal anstelle eines Katalogs rechtzeitig eine Web-Seite zur Ausstellung mit den Abschlussstücken gestaltet !

Ausstellungsimpressionen:

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Ansprache Dr. Kiefer ( Schulleiter )
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Ansprache Herr Kocea ( Klassenlehrer )
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Ansprache Frau Apelian  ( Klassensprecher )
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Lehrer: A.Frank, R.Kocea, I.Bodemer , Preisträger 
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Bei Dagmar Gerke, die das Globe Theater in London zum Anlass Ihrer Gestaltung nahm, wird der Kopf des Trägers mit all seinen Gedanken zum Akteur in dem durch den Halsschmuck begrenzten Raum.
DagmaerGerke-Klein
Die Japanerin Akiyo Nakatomi nimmt die unterschiedlichsten Formen von Wolkenbildern und die damit verbundenen Fantasien als Einstieg in die Gestaltung ihrer Broschen. Silberblech auf Kupferblech gelötet und gewalzt und durch Gravuren und feine Sägeschnitte weiter verfeinert, laden zum entdecken ein.
AkiyoNakatomi-Klein
Bei Katrin Telcher geht es um den Kreislauf des Lebens, in dem kein Spielraum vorhanden ist. Die einzelnen Lebensphasen werden auf einem Trägermaterial 
(Kupfer) mit organischen Materialien (Erde , Kohle , Knochen) unter Verwendung von Kunstharz archiviert.
KathrinTelcher-Klein
Das eigene Spielzeug aus der Kindheit wurde bei Clara Goppel genommen, um damit spielerisch und doch konzentriert zwei Halsketten herzustellen. Der Träger hat bei dieser Kette die Möglichkeit, die Barbie Puppenbeine mit dem entsprechenden Schuhwerk zu vervollständigen, und so spielerisch das Aussehen zu verändern.
ClaraGoppel-Klein
Der negative „ Raum" z. B. im Zusammenhang mit Gefangenschaft hat die Schülerin Nareh Apelian interessiert. Herausgekommen ist die Situation der Käfighaltung von Hühnern, die in Kupfer ziseliert durch aufgelötete Neusilberstreifen in die Freiheit schauen. Ein simples Stück Hanfseil in Anlehnung an eine bäuerliche Umgebung wurde zur Kette.
NahrehApelian-Klein
Die Zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb einer Gesellschaft spielen bei Anna Pfaff die Hauptrolle. Hierbei wird das Material auf Dehnbarkeit und zufälliger Veränderung hin untersucht. „Geknebelt" und „Auf die Spitze getrieben" sind Begriffe, die in den Arbeiten wieder zu finden sind.
AnnaPfaff-Klein

Text: Andreas Frank, Iris Bodemer

Bilder: Rudolf Kocea, Andreas Frank