1910
Im Jahre 1912 konnte die Schule das umgebaute frühere Gebäude der Kunstgewerbeschule an der Jahnstraße beziehen. Diese hatte 1911 das Jugendstilgebäude in der Holzgartenstraße erhalten. Die Schülerzahl war mittlerweile auf nahezu 2300 gestiegen.

Der erste Weltkrieg setzte dieser Entwicklung ein Ende. Die Hälfte der Lehrer wurde eingezogen. Da die Militärverwaltung im Spätjahr 1914 das Gebäude als Lazarett einrichtete, fand der Lehrbetrieb in Sälen der Kunstgewerbeschule statt. Im November 1915 erreichte die Schülerzahl einen Tiefstand von 770 Schülern. Für Schüler ohne Lehrstellen wurden Montierkurse eingerichtet. Daran nahmen erstmals auch Mädchen teil. Unmittelbar nach Kriegsende fanden Fortbildungskurse für Kriegsbeschädigte und Kriegsteilnehmer statt. Vorübergehend musste die Schule wegen Kohlenmangels und einer Typhusepidemie geschlossen werden.